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Minijob, Ferienjob, Schülerjob - Was ist was im Nebenjob?

 

Ferienjob, Minijob, Schülerjob - Das "was ist was" im Nebenjob?


Minijob, Schülerjob oder Nebenjob für Schüler?Viele suchen nach einer Möglichkeit, nebenbei ein wenig Geld zu verdienen. Die meisten wünschen sich einen unkomplizierten Job, bei dem sie nicht viele Gedanken auf die Sozialabgaben und die Steuern verwenden müssen. Oder es handelt sich um Schüler oder Studenten, die ihr Taschengeld oder das BaföG ein wenig aufbessern wollen. Aber auch Nebenjobs für Hausfrauen und -männer sind denkbar, wenn er oder sie den Ehepartner ein wenig entlasten und ein kleines Zubrot verdienen möchte. Doch was sind die Unterschiede zwischen einem Nebenjob, einem Schülerjob, Minijob und anderen Varianten? Welche rechtlichen Bestimmungen sind beim Nebenjob einzuhalten und welche Rahmenbedingungen zu beachten? Und zu guter Letzt: Welche Möglichkeiten gibt es für einen Nebenjob und welche Optionen sind als Aushilfsjob am ehesten umsetzbar?
 

Definitionen und Rahmenbedingungen im Bereich "Nebenjob"

Der Nebenjob bezeichnet immer einen Zweitjob. Voraussetzung ist also, dass bereits eine Haupteinnahmequelle durch eine Berufstätigkeit vorliegt, die durch ein zweites Arbeitsfeld ergänzt wird. Bei einem Mini- oder Midi-Job muss dem nicht so sein, hier liegt die Voraussetzung allein darin, dass ein bestimmtes monatliches Gehalt nicht überschritten wird. Für den Mini-Job als Nebenjob wären das 450EUR, für den Midi-Job hingegen 850EUR, Während für einen Nebenjob Steuern gezahlt werden müssen, ist dies bei einem Mini-/Midi-Job nicht der Fall. Abgaben für die Krankenkasse werden in allen drei Fällen für den Aushilfsjob nicht abgeführt, wobei bei einem Mini-/Midi-Job freiwillig der Beitrag zur Rentenversicherung abgeführt werden kann. Bei eine Schülerjob oder Studentenjob liegen die Voraussetzungen bzw. Beschränkungen wie folgt: Es muss der Status als Schüler oder Student gegeben sein, wobei der Ausbildung das Hauptaugenmerk gilt. Dies bedeutet, dass zu Schul- oder Vorlesungszeiten maximal 20 Stunden pro Woche für den Aushilfsjob aufgewendet werden dürfen, in Ferienzeiten hingegen bis zu 40 Stunden pro Woche. Dem Einkommen ist beim Aushilfsjob keine Grenze gesetzt. Steuern werden erst abgeführt, wenn das Einkommen im Nebenjob eine gewisse Höhe überschreitet. Für Kranken- und Rentenversicherung gelten die Regelungen analog zum Minijob/Midi-Job. Der Ferienjob sit dem Schülerjob sehr ähnlich, allerdings wird er nicht während der Schulzeit ausgeübt. 
 

Welche Arbeiten bieten sich für den Nebenjob an? 

Im Sommer den Nebenjob, Schülerjob oder Minijob?Je nachdem ob es sich um einen Nebenjob, einen Studentenjob oder einen Mini-Job handelt, bieten sich verschiedene Aufgaben und Tätigkeitsbereich an. Wer auf der Suche nach einer Nebentätigkeit ist, sollte sich am besten in der eigenen Firma, dem eigenen Konzern oder zumindest dem eigenen Geschäftsfeld umsehen. So lassen sich die Anforderungen von Job und Nebenjob am besten kombinieren, da der Arbeitgeber der Haupttätigkeit mit der Nebenbeschäftigung einverstanden sein dürfte. Klassisches Beispiel ist eine Arbeitnehmerin, die hauptberuflich als Sekretärin in einem Unternehmen angestellt ist. In der Nebentätigkeit kann sie dann in den Abendstunden die Reinigung des Firmengebäudes übernehmen. So läuft sie nicht Gefahr, dass sich die Arbeitszeiten der die Interessen zweier Arbeitgeber überschneiden. Eine weitere Möglichkeit ist es, im gleichen Geschäftsbereich zu verbleiben. Wer beispielsweise als Bodenpersonal am Flughafen angestellt ist, kann bei einer weiteren Firma, die am Flughafen beschäftigt ist, eine Stelle als Aushilfskraft annehmen. So bleibt das Arbeitsumfeld ein vertrautes und die beiden Stellen können vom erweiterten Erfahrungsschatz profitieren.
Für einen Mini- oder Midi-Job bieten sich hingegen diverse Arbeitsfelder an, da nicht auf einen anderen Arbeitgeber oder einen bestehenden Arbeitsvertrag Rücksicht genommen werde muss. Aufgrund der geringe Stundenanzahl pro Monat lohnt es sich jedoch kaum, eine Tätigkeit zu wählen, die einer intensiven Einarbeitung bedarf. Stattdessen wäre beispielsweise eine Anstellung in einem Modehaus oder einem Supermarkt empfehlenswert, da diese Tätigkeit auch ohne eine regelmäßige Routine und eine aufwändige Einarbeitung problemlos bewältigt werden kann. 

Für einen Schüler oder Studentenjob ist hingegen wichtig, dass sich die Arbeitszeit nicht mit der Schule oder der Universität überschneidet. Jobs in den Abendstunden oder am Wochenende sind dann das Beste. Zwei Varianten bieten sich als Tätigkeitsfelder besonders an: Zum einen analog zum Minijob / Midi- Job Tätigkeiten ohne großartige Einarbeitung, wie beispielsweise eine Anstellung als Personal an der Kasse. Zum anderen wäre es aber auch denkbar, einen Job zu wählen, der mit der eigenen Fachrichtung übereinstimmt. Das ist insbesondere für Studenten sinnvoll, da sie so ihre theoretisch erworbenen Kenntnisse gut mit der Praxis kombinieren können. So erhält nicht nur der Besuch der Vorlesungen einen tieferen Sinn. Es werden zudem auch Fundamente für eine spätere Anstellung oder sogar Karriere gelegt, wenn die Firma bereit ist, den Studenten nach dem Abschluss als Vollzeit Kraft zu übernehmen. 
 

Fazit
Je nach eigenen Rahmenbedingungen und Möglichkeiten, bietet es sich an, einen Zweitjob, Minijob oder Studentenjob wahrzunehmen. Wird der Zeitaufwand gut kalkuliert und mit dem Alltag abgeglichen, ergeben sich viele Möglichkeiten, zusätzlich etwas zu verdienen. Besonders attraktiv ist in diesem Fall der Umstand, dass die Bestimmungen für Steuer und Sozialausgaben weitaus lockerer gehandhabt werden, als für einen "normalen" Job.
 
 
 
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