Nebenjob Jobs

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Was Sie zum Thema Nebenjob wissen sollten

Nicht nur Studenten, sondern auch Geringverdienern und Arbeitslosen bietet ein Nebenjob die Möglichkeit eines Verdienstes, der die finanziellen Verhältnisse aufbessert und oftmals auch zum Leben dringend notwendig ist. Allerdings unterliegt auch diese Form des Arbeitens einer Reihe gesetzlicher Regelungen, die Sie für eine legales und reibungsloses Geldverdienen beachten sollten.
Freie Berufswahl mit Einschränkungen
Gemäß Artikel 12 des Grundgesetzes besitzt jeder legal in Deutschland lebende Mensch das Recht auf die freie Berufswahl - zunächst einmal bedeutet das für Sie, dass Sie sich auch auf der Suche nach einem Nebenjob überall dort bewerben können, wo Sie arbeiten möchten. Auf der anderen Seite ist es aber keineswegs möglich, unbegrenzt verschiedene Nebenjobs auszuüben: Während zum einen mindestens elf Stunden Pause zwischen den einzelnen Arbeitstagen bestehen müssen, ist zum anderen die maximale wöchentliche Arbeitszeit von 48 Stunden festgelegt.

Zudem besagt der Name des Nebenjobs schon, dass viele Menschen ihn parallel zu einem Hauptberuf ausüben, der einem festen Arbeits- und, je nach Branche, auch Tarifvertrag unterliegt. Bei begründeten Fällen ist es Ihrem hauptsächlichen Arbeitgeber beispielsweise erlaubt, Ihnen die Ausübung des Nebenjobs zu verbieten. Solche Fälle beschreiben zum Beispiel Beeinträchtigungen des Hauptberufes durch den Nebenjob (Übermüdung durch nächtliche Tätigkeiten, körperliche und geistige Beeinträchtigungen etc.), aber auch Situationen, in denen Sie den Nebenjob bei einem mit Ihrem primären Arbeitsplatz konkurrierenden Betrieb annehmen möchten. Selbstverständlich dürfen sich die Arbeitszeiten beider Berufe auch keineswegs überschneiden.

Die wohl häufigste Form des Nebenjobs ist der Minijob auf 450 Euro-Basis: Dabei darf sich das Einkommen durch den Nebenjob auf maximal 450 Euro pro Monat belaufen, andernfalls gilt dieser nicht mehr als solcher und muss versteuert werden. Solange der jährliche Steuerfreibetrag nicht überschritten wird und auch die Regelungen hinsichtlich der Arbeitszeit beachtet werden, können Sie auch einen zweiten Nebenjob annehmen. Dies tritt aber normalerweise nur auf, wenn Sie über keinen Hauptjob verfügen.
Auf was sollten Studenten achten?
Parallel zum oftmals teuren Studium üben viele Studenten einen Nebenjob aus, um die Kosten zu stemmen. Derzeit dürfen Sie als Student jährlich 9.354 Euro verdienen, ohne Sozialabgaben wie Steuern zahlen zu müssen; dieser Betrag setzt sich aus dem Steuerfreibetrag von 8.354 Euro sowie der 1.000 Euro betragenden Werbungskostenpauschale zusammen. Studenten sollten zudem darauf achten, nicht länger als 20 Stunden pro Woche zu arbeiten, da sonst das eigentliche Studium als Nebentätigkeit angesehen werden kann und Sie den Status als Student verlieren, der hauptsächlich steuerliche Vorteile gewährt.

Aus diesem Grunde ist es für Studenten ratsam, sich für einen Beruf als Werkstudent zu entscheiden, der in der Regel einen gewissen Bezug zum Studienfach aufweist und hinsichtlich der Arbeitszeiten so strukturiert ist, dass er Ihren Status als Student nicht gefährdet. Zudem bietet er im Gegensatz zu einem beliebigen Nebenjob den Vorteil, dass erlernte Fähigkeiten direkt angewandt werden können und möglicherweise auch berufliche Perspektiven beim entsprechenden Arbeitgeber bestehen.
Der Nebenjob im Krankheitsfall
Erkranken Sie und lassen sich von Ihrem Arzt krankschreiben, so gilt diese Krankschreibung für alle ausgeführten Tätigkeiten und folglich auch für den Nebenjob. Aber auch hier bestehen Sonderfälle: Wenn der Nebenjob im Gegensatz zum hauptsächlichen Beruf keine Einschränkung für den Heilungsprozess der Erkrankung darstellt, beispielsweise das Verfassen von Artikeln am Computer, darf der trotz Krankschreibung ausgeführt werden.