Werkstudent in Hamburg

12 Stellenangebote passen zu Ihrer Suche nach Werkstudent in Hamburg

Der Werkstudent - fachbezogenes Arbeiten während des Studiums

Oftmals entstehen während des Studiums hohe Kosten: Egal ob die Wohnungsmiete, die Lebensmittelversorgung oder mögliche Studiengebühren - viele Studenten bekommen Schwierigkeiten, sich über Wasser zu halten. Eine sinnvolle Lösung stellt in vielen Fällen eine Arbeit als Werkstudent dar: Sie verdienen sich nicht nur etwas Geld hinzu, sondern bekommen auch die Chance, erste praktische Erfahrungen in Ihrer Branche zu sammeln. Dennoch sollten rechtliche Vorgaben eingehalten und Vor- sowie Nachteile der Tätigkeit abgewogen werden.
Die Rechtliche Gestaltung des Vertrages
Rechtlich gesehen sind Sie als Werkstudent Teilbeschäftigter, womit Ihnen die gleichen Rechte wie einem Festangestellten zustehen. Bis zu einer wöchentlichen Arbeitszeit von 20 Stunden müssen Sie zudem keine Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung leisten. Zwar sind Sie Arbeitnehmer und somit steuerpflichtig, allerdings dürfte das Einkommen eines Werkstudenten nicht über den jährlichen Steuerfreibetrag von 8.652 Euro (2016) hinausgehen und bleibt somit unversteuert.

Eine tragende Rolle spielt zudem die sogenannte 20-Stunden-Regel: Diese besagt, dass Sie als Student während der Vorlesungszeit nicht mehr als 20 Stunden wöchentlich arbeiten dürfen; bei einer höheren Arbeitsbelastung wird das Studium nicht mehr als primäre Tätigkeit anerkannt und Sie verlieren Ihren Status als Student. Gehen Sie mehr als einer Beschäftigung als Werkstudent nach, werden die Stunden addiert, ebenso im Falle einer Selbstständigkeit.

Auch die Ausnahmen hinsichtlich dieser Regelung sollten Ihnen bewusst sein: So sind längere Arbeitszeiten als 20 Stunden wöchentlich beispielsweise in den Semesterferien oder bei einer kurzfristigen Beschäftigung zulässig, wobei Werkstudenten oftmals besonders in Hinblick auf mögliche berufliche Perspektiven über längere Zeiträume beschäftigt werden. In nachweisbaren Sonderfällen darf auch während der Abend- und Nachtstunden sowie am Wochenende länger gearbeitet werden. Aus eigenem Interesse sollten Sie als Student aber nach wie vor Ihren Fokus auf das Studium legen und nicht übermäßig viel Kraft in die Werkstudenten-Tätigkeit investieren.
Die Vor- und Nachteile eines Werkstudenten
Ein wesentlicher Vorteil für Sie als Student besteht in der Verbindung von Theorie und Praxis: Da Berufe als Werkstudent meist einen Bezug zum Studienfach aufweisen, kann das Erlernte praktisch angewandt werden, wodurch auch die späteren Karrierechancen steigen. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass der jeweilige Arbeitgeber Sie nicht ausschließlich Akten sortieren oder andere Tätigkeiten ausführen lässt, die wenig mit dem eigentlichen Fach zu tun haben. Selbstverständlich stellt auch der Verdienst einen klaren Vorteil hinsichtlich der Lebenshaltung dar.

Der wichtigste Nachteil der Tätigkeit als Werkstudent ist die doppelte Belastung: Sie müssen als Student also nicht nur eine gute Einteilung Ihrer Zeit beherrschen, sondern auch weniger Freizeit in Kauf nehmen. Je nach Schwierigkeit des Studienfachs und den persönlichen Fähigkeiten kann die Entscheidung gegen die Werkstudenten-Tätigkeit also auch richtig sein, beispielsweise wenn Sie viel zusätzlich lernen müssen.
Wann sind Sie kein Werkstudent?
In einigen Fällen gelten Sie nicht als Werkstudent, obwohl Sie sich in einem Studium befinden: Dies ist einerseits während eines Urlaubssemesters der Fall, auf der anderen Seite aber auch neben einem Teilzeit- oder Promotionsstudium; Master-Studiengänge hingegen gewähren den Status als Werkstudent. Als Teilnehmer eines dualen Studienganges gelten Sie nicht als Werkstudent und sind somit in vollem Umfang zur Abgabe von Sozialleistungen verpflichtet.