Vollzeit in Hamburg

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Der Begriff Vollzeit beschreibt einen Job der mindestens 35 und höchstens 42 Wochenstunden beträgt. Die genaue Stundenzahl ist im Arbeitsvertrag festgelegt und wird sowohl durch die diversen Tarifverträge wie auch durch das Arbeitszeitgesetz definiert.
Vollzeit - ein Arbeitstag im Wandel der Zeit
Im Jahr 1825 betrug eine Vollzeitstelle noch 82 Stunden, bei insgesamt 6 Arbeitstagen die Woche. Das galt zu dieser Zeit als fortschrittlich und war der Beginn der Arbeitskämpfe, an deren Ende die 35-Stunden Woche stand. 1918 wurde der sogenannte 8 Stunden Tag eingeführt, der auch heute noch in den meisten Betrieben Standard ist. Durch den Übergang zur 5-Tage-Woche in den 1950iger Jahren entstand sukzessive die 40 Stunden Woche und ab den 1980iger Jahre streikten die Gewerkschaften für die 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich. Dieser Traum ist im Jahr 1995 in den Tarifverträgen für Druck- Metall und Elektroindustrie in Erfüllung gegangen. In allen anderen Branchen blieb es bei der 38,5- oder der 40-Stunden Woche. Seit den Nuller-Jahren ist deutschlandweit eher wieder ein Anstieg der Wochenarbeitszeit zu erkennen. Dies gilt insbesondere in dem boomenden Zeitarbeitssektor, der in der Regel die 40 Stunden Woche im Vertrag stehen hat.
Vollzeit im Arbeitsrecht
Das Arbeitszeitgesetz (ArbZG )ist die oberste Regelungsinstanz. Sein Zweck ist es die Sicherheit und den Schutz der Gesundheit von Arbeitnehmern zu gewährleisten. Im Arbeitszeitgesetz werden auch die Rahmenbedingungen für flexible Arbeitszeiten geschaffen, und die Arbeitsruhe an Sonn- und Feiertagen festgeschrieben. Laut § 3 ArbZG darf die tägliche Arbeitszeit acht Stunden nicht überschreiten. Nur in besonderen Ausnahmefällen kann sie auf zehn Stunden verlängert werden. Dies gilt beispielsweise dort, wo Rohstoffe oder Lebensmittel zu verderben drohen oder im Pflege- und Betreuungsbereich von Mensch oder Tier. In jedem Fall darf die durchschnittliche Arbeitszeit innerhalb von sechs Kalendermonaten acht Stunden pro Tag nicht überschreiten.
Ebenfalls im ArbZG geregelt sind Ruhepausen und Ruhezeiten. So muss bei einer Arbeitszeit von mehr als 6 Stunden am Stück eine Pause von wenigstens 30 Minuten genommen werden. Diese Pflicht gilt sowohl für den Arbeitgeber, der die Pause gewähren muss, wie auch für den Arbeitnehmer, der sie nehmen muss. Die Pause gehört nicht zur Arbeitszeit, wird also auch nicht bezahlt. Die tägliche Ruhezeit zwischen zwei Diensten muss mindestens elf Stunden betragen und darf nicht unterbrochen werden. Dies ist insbesondere für Schichtarbeiter wichtig zu wissen. Nur in wenigen Ausnahmefällen, wie im Bereich Behandlung und Pflege von Personen, im Gaststättengewerbe, in der Landwirtschaft, in Verkehrsbetrieben und in der Tierhaltung darf die Ruhezeit kurzfristig auf zehn Stunden verkürzt werden.
Der vom Arbeitszeitgesetz vorgegebene Rahmen können durch schriftliche Vereinbarungen zwischen den Tarifpartnern oder durch Ausnahmegenehmigungen verändert werden, der Grundtenor darf jedoch nicht außer Kraft gesetzt werden.
Vollzeit für Studenten
Für Studierende und Menschen mit einem Zweitjob oder einer vergleichbaren Lebenssituation ist ein Vollzeitjob sehr anstrengend. Allerdings kann es sehr von Vorteil sein, wenn der Studierende zu gewissen Zeiten auf Vollzeit umsteigt, um dann später, wenn die Uni wieder mehr Aufmerksamkeit benötigt, wieder in Teilzeit zurückzugehen. Eine solche Regelung ist zum Glück mit vielen Arbeitgebern zu vereinbaren.