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Was sind Gelegenheitsjobs?

Unter Gelegenheitsjobs versteht man, wie das Wort schon vermuten lässt, Tätigkeiten, die bei Gelegenheit ausgeübt werden. Dies kann beispielsweise Studenten, Schüler, Hausfrauen aber auch Festangestellte betreffen, die sich hin und wieder ein wenig Geld in ihrer Freizeit hinzu verdienen möchten. 

Lesen Sie mehr zu folgenden Themen:

Was sind Gelegenheitsjobs?
Häufige Tätigkeiten in einem Gelegenheitsjob
Sozialversicherungspflicht bei kurzfristigen Arbeiten
Stellenanzeigen für Gelegenheitsjobs finden
Unterschiede zu anderen Arten von Nebenbeschäftigungen
Der Nebenjob
Der Ferienjob
Der Studentenjob
Der Aushilfsjobs
Der Minijob


Was sind Gelegenheitsjobs?

Unter Gelegenheitsjobs versteht man, wie das Wort schon vermuten lässt, Tätigkeiten die bei Gelegenheit ausgeübt werden. Dies kann beispielsweise Schüler, Studenten, Werkstudenten, Hausfrauen, Rentner aber auch Festangestellte betreffen, die sich hin und wieder ein wenig Geld in ihrer Freizeit hinzu verdienen möchten, um sich beispielsweise etwas anzusparen oder eine Anschaffung zu ermöglichen. Offiziell wird diese Art der Arbeit als kurzfristige Beschäftigung bezeichnet.


Ein Gelegenheitsjob kann eine Arbeit sein, die zeitlich befristet ist, wie zum Beispiel ein Aushilfsjob auf einem Fest, das eine Woche dauert. Man versteht darunter aber auch Arbeiten, die in unregelmäßigen Zeiträumen immer mal wieder ausgeübt werden. Andere Beispiele sind Ferienjobs, Sommerjobs, Studentenjobs oder Übergangsjobs.

 
Häufige Tätigkeiten in einem Gelegenheitsjob

Besonders beliebt bei jungen Leuten, die noch zur Schule gehen oder studieren, sind Aushilfsjobs wie zum Beispiel Nachhilfe geben oder Babysitten. Solange es keine festen Regelungen für die Ausübung gibt, gilt dies als gelegentlich. So kann ein Schüler oder Student beispielsweise bei Bedarf bei Freunden oder Nachbarn aushelfen und deren Kinder betreuen, wenn die Eltern ab und an einen Abend ausgehen. In der Regel ist dies nicht an dauerhaft feste Zeiten gebunden, so dass man nicht von einem typischen Nebenjob sprechen kann. Auch gelegentliche Nachhilfe oder die Aushilfe in einem Betrieb können als Gelegenheitsjobs bezeichnet werden. Wer zum Beispiel nur immer mal wieder für eine begrenzte Zeit auf Volksfesten arbeitet oder in einer Firma bei Bedarf ab und zu die Ablage erledigt, geht einem Gelegenheitsjob nach.
Weitere typische Möglichkeiten sind die Hilfe bei Umzügen oder Renovierungen, aber auch saisonale Jobs imEinzelhandel, Promotion, Fundraising, der Gastronomie, der Landwirtschaft oder auf Messen.

Diese Art der Tätigkeit bezieht sich jedoch nicht zwingend auf außerhalb des Hauses. Auch bei der Heimarbeit kann einer kurzfristigen Beschäftigung nachgegangen werden.

 
 
Sozialversicherungspflicht bei kurzfristigen Arbeiten

Kurzfristige Beschäftigungen sind eine Variante der geringfügigen Beschäftigung und somit in der Regel nicht sozialversicherungspflichtig. Entscheidend ist hierbei die Anzahl der Stunden, die in diesem Job getätigt wird. Die Grenze hierfür liegt bei 50 Arbeitstagen bzw. zwei Monaten. Wenn öfter gearbeitet wird und zudem die monatliche Einkommensgrenze von 450€ überschritten wird, tritt die Sozialversicherungspflicht in Kraft. 

 
Stellenanzeigen für Gelegenheitsjobs finden
 
Studentische Arbeitsvermittlungen bieten in der Regel die erste Anlaufstelle für kurzfristige Beschäftigungen. Aber auch die Agentur für Arbeit kann Tätigkeiten anbieten oder Zeitarbeitsfirmen. Letztere stellen die Zeitarbeiter zwar selbst ein, die Arbeit erfolgt dann aber in einem anderen Unternehmen, das zuvor einen Vertrag mit der Zeitarbeitsfirma schließt. In der Regel handelt es sich um Beschäftigungen, die sich von wenigen Wochen bis hin zu mehreren Monaten oder sogar Jahren erstrecken können. Wer explizit angibt, nur eine gelegentliche Arbeit zu suchen, kann entsprechend seiner Wünsche dann aber auch ausschließlich in kurzfristige Jobs gesteckt werden.

Ebenso hat man natürlich die Möglichkeit, sich privat nach kleineren Arbeiten umzusehen. Hierfür kann man insbesondere Unternehmen mit saisonaler Arbeit kontaktieren, aber auch auf gut Glück bei anderen Betrieben nachfragen. Mit entsprechender Qualifikation finden sich so eventuell Stellen, die sich auf eine Urlaubsvertretung beschränken. Zeitweise haben Betriebe auch personelle Engpässe, die durch Fremdarbeiter ausgeglichen werden müssen. Hierfür werden von den Firmen sogar oft explizit Studenten oder Personen gesucht, die sich nur für eine begrenzte Zeit Geld dazu verdienen möchten.

Zusätzlich ist das Internet eine gute Quelle, Stellenanzeigen für jede mögliche Arbeit zu finden. Hier gibt es sowohl Anzeigen für Aushilfen vor Ort als auch Tätigkeiten in Heimarbeit. Mit dem Verfassen von Texten (Texter/Autor) oder der Teilnahme an Online-Umfragen lässt sich von zu Hause aus bequem ein kleiner Nebenverdienst erwirtschaften. Dieser ist jedoch abhängig davon, wie viel Zeit man aufbringt und oft nur sehr gering vergütet. Zudem hat man meistens keinen Einfluss darauf, wie viele Aufträge oder Umfragen monatlich zur Verfügung stehen. Wer lieber einen festen Betrag in einer bestimmten Zeit bekommen möchte, ist mit klassischer Arbeit vor Ort meistens besser beraten. Für gelegentliche Tätigkeiten, um sich ein kleines Taschengeld nebenbei zu verdienen, ist diese Art der Heimarbeit jedoch äußerst praktisch.

Inzwischen gibt es im Internet auch Plattformen, auf denen Privatpersonen kleine Arbeiten anbieten können, für die sie jemanden suchen. Dies kann beispielsweise das Anbringen einer Lampe oder eine andere Tätigkeit sein, die derjenige nicht selbst übernehmen kann oder möchte. Auch Schreibarbeiten oder andere Heimarbeiten werden oft angeboten. Wer sich für die jeweilige Arbeit qualifiziert fühlt, kann sich beim Anbietenden melden und bekommt dann eine zuvor vereinbarte Aufwandsentschädigung dafür.
 

Unterschiede zu anderen Arten von Nebenbeschäftigungen

Auch wenn im allgemeinen Sprachgebrauch meist der Nebenjob als Überbegriff für alle möglichen Tätigkeiten, die neben der Schule, dem Studium oder der Arbeit stattfinden, verwendet wird, gibt es dennoch Unterschiede zwischen einer kurzfristigen Beschäftigung und den so genannten Studentenjobs (Jobs für Studenten), Jobs für Werkstudenten, Aushilfsjobs, Gelegenheitsjobs, Stundenjobs, Nebenjobs, Schülerjobs, Sommerjobs,  oder Ferienjobs.

 
Der Nebenjob 

Der Nebenjob ist hauptsächlich eine Tätigkeit, die neben der eigentlichen Arbeit regelmäßig beispielsweise am Wochenende ausgeübt wird. Für Arbeitnehmer ergibt sich hieraus eine Anzeige- oder unter Umständen auch eine Genehmigungspflicht des Arbeitgebers. Dieser kann in bestimmten Fällen die Ausübung eines Nebenjobs untersagen, zum Beispiel wenn er befürchtet, dass sein Angestellter dann nicht mehr ausreichend Zeit oder Energie für seinen Hauptjob aufbringen kann oder diese Nebentätigkeit beispielsweise bei einem Konkurrenzunternehmen statt findet. Zusätzlich muss der Arbeitnehmer stets darauf achten, die gesetzliche Höchstarbeitsgrenze nicht zu überschreiten.


Der Ferienjob

Ein Ferienjob betrifft vor allem junge Menschen, die neben der Schule oder dem Studium in der Freizeit Geld verdienen möchten. Die Tätigkeit eines Ferienjobs beschränkt sich in der Regel auf die Zeit der Ferien und ist oft ganztägig. Dies hängt vor allem vom Alter der arbeitenden Person ab, denn unter 13 Jahren ist jede Tätigkeit laut dem Gesetz untersagt. Ab 13 Jahren beschränkt sich die erlaubte Zeit auf zwei Stunden täglich mit Erlaubnis der Eltern auf leichte Tätigkeiten und ab 15 Jahren dürfen jährlich vier Wochen gearbeitet werden, jedoch ausschließlich in den Schulferien. Für ältere Personen ergeben sich keine Grenzen, in diesem Fall bezeichnet ein Ferienjob in der Regel eine von vornherein befristete Tätigkeit, die meistens täglich bis zu acht Stunden über einen Zeitraum von wenigen Wochen ausgeübt wird. 

 
Der Studentenjob

Studentenjobs können sowohl in den Semesterferien als auch während der Vorlesungszeit ausgeübt werden. Hier obliegt es dem Arbeitnehmer, wie viel Zeit er investieren kann. Ein Studentenjob kann sowohl regelmäßig mehrmals die Woche für einige Stunden als auch unregelmäßig und ausschließlich in den Semesterferien ausgeübt werden. Für die Einen gestaltet es sich einfacher, in der vorlesungsfreien Zeit durchgängig einem Studentenjob nachzugehen, um während dem Semester mehr Zeit für das Studium zu haben, während die Anderen lieber regelmäßig wenige Stunden in der Woche investieren, um monatlich den selben Betrag an Geld zu verdienen. Zudem hängt diese Entscheidung davon ab, ob der Job für das Studium nützlich ist und so eine langfristige Beschäftigung gewisse Vorteile bietet. Wer regelmäßig in einem Unternehmen arbeitet, erhöht die Chancen, nach dem Studium übernommen zu werden oder wenigstens vorab wichtige Kontakte aufzubauen, sowie die eigenen Referenzen zu verbessern. Dient der Job jedoch rein zum Geldverdienen, kann er auch nur gelegentlich in den Ferien angenommen werden, um für das kommende Semester ausreichend Geld für den eigenen Unterhalt anzusammeln. 

Der Aushilfsjobs

Unter Aushilfsjobs versteht man die kurzfristige Aushilfe in einem Betrieb. Dies kann der Fall sein, wenn ein Unternehmen zum Beispiel aufgrund plötzlich aufgetretener Mehrarbeit einen kurzzeitigen Personalmangel hat und Leute sucht, die diesen ausgleichen. In der Regel handelt es sich bei einem Aushilfsjob um Arbeiten, für die nur geringe oder gar keine branchenspezifischen Qualifikationen vorhanden sein müssen.


Der Minijob 

Der Minijob bezeichnet eine geringfügige Beschäftigung auf 450€-Basis, bei der die Sozialversicherungspflicht entfällt. Inzwischen sind Minijobs zwar rentenversicherungspflichtig, jedoch kann sich der Arbeitnehmer unter bestimmten Umständen hiervon befreien lassen. Die wöchentliche oder monatliche Arbeitszeit ist hierbei unerheblich, das Entscheidende ist, dass der Verdienst, die vom Gesetz vorgegebenen 450€ im Monat nicht überschreitet. Früher betrug die Einkommensgrenze 400€, weshalb des öfteren noch der Ausdruck 400€-Jobs kursiert. Grundsätzlich kann jeder dieser Art der Beschäftigung nachgehen, der die Zeit dazu findet. In der Regel sind Minijobs langfristige Tätigkeiten und werden neben Schule, Studium oder Arbeit ausgeübt, sie können jedoch auch zeitlich befristet sein.

Wissenswertes auf  Wikipedia zu Gelegenheitsjobs