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Studentenjob oder Werkstudent?

Als Werkstudenten bezeichnet man Studierende, die neben ihrem Studium eine abhängige Erwerbstätigkeit ausüben. Ein Werkstudentenjob unterscheidet sich von einem normalen Studentenjob durch seine fachliche Nähe zum Studienfach. In den allermeisten Fällen arbeiten Werkstudenten als Teilzeitbeschäftigte, die den ganz normalen arbeitsrechtlichen Regeln unterliegen. Hierbei kann es sich um einen Minijob, eine kurzfristige oder um eine reguläre studentische Beschäftigung handeln.

 

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Studentenjobs - Was ist ein Werkstudent?
Am zukünftigen Arbeitsplatz jobben
Jobs im Dienstleistungsbereich nach wie vor gefragt
Den Job ernst nehmen, um ernstgenommen zu werden
Jobben und parallel lernen ist ideal
Minijob ordnungsgemäß bei der Minijobzentrale melden
Zunächst alles nehmen - später wählen



Studentenjobs - Was ist ein Werkstudent?

Nahezu jeder Student muss sein Studium selbst finanzieren. Er benötigt unterschiedliche Einnahmen, um seine laufenden Ausgaben zu decken. Neben dem BAföG, einem Wohngeld für die Studentenwohnung, sowie der einen oder anderen Transferleistung, muss der verbleibende Rest, also die Finanzierungslücke, durch den Studentenjob geschlossen werden. Dieser Personenkreis wird allgemein als Werkstudent bezeichnet. Der Begriff Werkstudent wurde erstmals in den 1920er Jahren offiziell geprägt. Schon damals war damit der Student gemeint, der seine Studienzeit mit einem Job finanzieren musste. Der Unterschied zu heute lag allerdings in der beruflichen Tätigkeit als solcher. Während heute vorwiegend gejobbt wird, wurde damals in Fabriken, im Handwerk oder in der Landwirtschaft im wahrsten Sinne des Wortes hart gearbeitet. Das wäre in der heutigen Zeit undenkbar; abgesehen davon, dass mit Ausnahme in der Landwirtschaft diese Berufstätigkeiten gar nicht mehr angeboten werden.

Am zukünftigen Arbeitsplatz jobben

Den idealen Job parallel zu seinem Studium findet der Werkstudent dort, wo er anschließend arbeiten möchte oder kann. Diese Situation ist in der heutigen Zeit häufiger zu finden, als auf den ersten Blick vermutet wird. Auf Jobbörsen von Universitäten und Hochschulen präsentieren sich Unternehmen der freien Wirtschaft, aber auch Behörden, Organisationen und Institutionen aus ganz unterschiedlichen Branchen. Sie suchen die Mitarbeiter von morgen und übermorgen. Das ist auf der anderen Seite der Student, auf der Suche nach einem kurzfristigen Job mit Ziel auf eine spätere Anstellung. Solche Jobbörsen sind wie ein Marktplatz, auf dem sich alle Betroffenen und Beteiligten treffen. Der Werkstudentkann durch einen solchen Job, oder durch ein Praktikum als Werkstudent seinen zukünftigen Arbeitsplatz kennenlernen. Umgekehrt gilt das auch für den Jobanbieter in Bezug auf seinen zukünftigen Arbeitnehmer. In einem solchen Fall kann der Werkstudent alles optimal miteinander kombinieren und verknüpfen.

Jobs im Dienstleistungsbereich nach wie vor gefragt

Jeder Studentenjob bietet viele Facetten, ihn auszuüben. Der Zeitumfang wird durch die parallel laufende Studienzeit bestimmt und eingegrenzt. Daraus ergibt sich, dass der Werkstudent während seines mehrjährigen Studiums vorwiegend Nebenjobs, Aushilfstätigkeiten oder Gelegenheitsjobs wahrnehmen kann. Es sind in den meisten Fällen Arbeiten, die keine berufliche Qualifikation oder besondere Kenntnisse voraussetzen. Ein typischer Job neben dem Studieren ist der Service in der Gastronomie. Hier ist es ausreichend, wenn der Jobbende etwas geschickt mit Geschirr und Besteck hantieren kann. Ein nettes, kommunikatives Wesen und der freundliche Umgang mit den Gästen kaschieren, dass es sich um kein Fachpersonal handelt, sondern dass sich ein Werkstudent seinen Unterhalt mit einem ganz typischen Nebenjob finanziert.

Den Job ernst nehmen, um ernstgenommen zu werden

Einen Studentenjob kann der Student buchstäblich überall finden. Heutzutage legen die Arbeitgeber Wert auf viel Flexibilität, soziale Kompetenz und auf geringe Betriebskosten. Zu denen gehören auch die Personalkosten mit dem damit verbundenen Arbeitgeberanteil an der Sozialversicherung. Der Werkstudent ist für jeden Arbeitgeber eine lohnenswerte Arbeitskraft. Ein Anlernen erübrigt sich, und die wenigen Anweisungen versteht jeder, der sein Studium absolviert. Erwartet wird, dass der Job ernst genommen wird. Dazu zählen Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Verschwiegenheit. Unter Flexibilität verstehen viele Arbeitgeber, dass der Student auch ad hoc verfügbar ist, beispielsweise als eine kurzfristige Vertretung aus Urlaubs-, oder aus Krankheitsgründen. Erwartet wird ein vergleichbarer Arbeitseinsatz wie bei vertraglich angestellten Mitarbeitern, bei allerdings deutlich niedrigeren Personalkosten. 

Jobben und parallel lernen ist ideal

Zu einem Studentenjob eignen sich in nahezu allen Unternehmen die zuarbeitenden Tätigkeiten, die von den vertraglichen und ausgebildeten Mitarbeitern aus verschiedenen Gründen nicht erledigt werden. Das sind zwar andere Arbeiten als vor einigen Jahrzehnten mit Kaffee kochen, Kopierarbeiten oder einer Papierablage. Sie sind unterm Strich allerdings vergleichbar umfangreich, nur eben anders. Der Werkstudent kann heutzutage in den frühen Morgenstunden für eine Bäckerei Waren ausliefern. Er kann als Night-Auditor Rezeptionsarbeiten in einem Hotel erledigen und parallel dazu für sein Studium arbeiten. Die Gastronomie bietet den Studentenjob rund um die Uhr, und Call Center bieten ebenfalls 24h täglich Telefonjobs wahlweise inbound oder outbound an. Wenn der Studierende wirklich einen Job sucht oder braucht, dann findet er ihn heutzutage eher als noch vor einigen Jahrzehnten. Mit den Voraussetzungen des Personenbeförderungsscheins kann der Student einen Studentenjob als Taxifahrer ausüben und die Standzeiten für sein Studium nutzen. Sowohl in der Stadt als auch auf dem Lande wird ein Taxibetrieb rund um die Uhr angeboten.

Minijob ordnungsgemäß bei der Minijobzentrale melden

Die Chancen auf einen Studentenjob im Studium sind heutzutage für Studentinnen und Studenten gleichwertig, da es sich selten um rein körperliche Arbeiten handelt. Der Studentenjob ist und bleibt zuarbeitend als eine einfache Tätigkeit ohne besondere Qualifikation und Vorkenntnisse. Die Formalien sind in diesen Fällen recht unproblematisch, wenn sie über einen Minijob mit einem Monatsverdienst von 450 Euro nicht hinausgehen. Der Student wird vom Arbeitgeber bei der Minijobzentrale angemeldet. Dorthin überweist er die Pauschale für Lohnsteuer sowie Sozialversicherung, und an den Studenten das Monatsentgelt. Im Studium, also während des Semesters, darf der Werkstudent wöchentlich nicht mehr als 20 Stunden arbeiten, in den Semesterferien hingegen unbegrenzt.

Zunächst alles nehmen - später wählen

Ein Idealfall ist es nach wie vor, wenn der Werkstudent einen Studentenjob in seinem Studienfach erhält, und das noch bei einem potentiellen Arbeitgeber. Dann lässt sich das Angenehme, das Geldverdienen mit dem Studium als dem Zweckmäßigen verbinden. Eine solche Chance auf einen Studentenjob wird sich eher in den letzten Semestern als zu Beginn des Studiums ergeben. Bis dahin muss der Student im wahrsten Sinne des Wortes das nehmen, was er bekommen kann. Doch das ist keineswegs wenig. Der Student selbst muss flexibel sein. Er muss Studium und Studentenjob unter einen Hut bringen, er muss koordinieren und organisieren. Das sind die ersten praktischen Erfahrungen, die ihm bei seinem späteren Berufsalltag zugutekommen werden. Dann kann er das anwenden, was er früher als Student in seinem Studium mit seinem Studentenjob ganz zwangsläufig lernen musste.

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